ISI - Individuelle Seminare

 

 

Seminar: Interviewtrainig

Ein Interview? Aber gerne!

Weiche Knie vorm Pressetermin? - Gibt es nicht! 

Angst vorm Mikrofon? - Gehört der Vergangenheit an! 

Schlechtes Gewissen hinterher? - Gute Vorbereitung ist alles! 

Das Interview ist in den Griff zu bekommen. 

Situation und Inhalte lassen sich steuern. 

Das Seminar "Interviewtraining" ist realitätsnah: Fernsehkamera und Aufnahmegeräte gehören zur Grundausstattung.



Buchauszug aus:

"Mit Spaß und Laune zum meisterhaften Redner"

42. Vorsicht! - Sie werden beobachtet

Da hat er wieder eine große Lippe riskiert, der Jürgen von der Lippe. Der Saal tobt. Die Kamera fängt lachende Gesichter, gickelnde Frauen und schenkelklopfende Männer ein. Aber schon ist der Kabarettist, Komiker und Talkmaster wieder im Bild und zwar in den ganzen Fernsehschirm füllender Kopfgröße. Seine braunen Dackelaugen schauen, als könnten sie kein Wässerchen trüben und locker vom Hocker lässt er den nächsten Joke vom Stapel. Einschaltquote des auf SAT1 laufenden "Komischen Jahresrückblicks": Mehrere Millionen Zuschauer. "Millionen Zuschauer", lassen Sie sich dies einmal auf der Zunge zergehen und nun stellen Sie sich vor, Sie stünden selbst vor der Kamera und müssten den Witze erzählen, den Sie gestern den Kollegen in der Kantine zum Besten gaben. Na, merken Sie schon das Kribbeln in der Magengrube und die ersten Zeichen einer Panikattacke? Keine Bange, das ist völlig normal. Selbst für Fernsehprofis. Die haben das ganze nur schon öfters durchlitten und sich mittlerweile eine gewisse Routine angeeignet. Dennoch, der Erfolg eines Jürgen von der Lippe liegt gerade darin, dass er vor der Kamera völlig normal wirkt. Eben nicht, als würde er zu einem Millionenpublikum sprechen, sondern eher, als würde er in Ihrer Stammkneipe neben Ihnen am Tresen stehen, sein Bierglas auf die blankpolierte Theke setzen und sagen: "Jungs und Mädels, kennt ihr den schon?" Wie kann uns aber "Kumpel" Jürgen helfen, wenn wir selbst vor der Kamera stehen sollen, jemand uns ein Mikrofon vor die Nase hält und unbedingt ein Interview von uns will?:

    Regel 1: Versuchen Sie niemals Jürgen von der Lippe zu kopieren. Dies führt unmittelbar zu
    Regel 2: Seien Sie ganz Sie selbst. Versuchen Sie auf keinen Fall, der neue Stern am Horizont zu sein.
    Regel 3: Vergessen Sie einfach Kamera und Fernsehteam und konzentrieren Sie sich auf die Beantwortung der Frage.
    Regel 4: Versuchen Sie niemals, besonders offiziell oder seriös zu wirken. Sonst sehen Sie nachher auf der Mattscheibe aus, als hätten Sie einen Besenstil verschluckt und wären krampfhaft bemüht, die Worte herauszuwürgen. Stellen Sie sich einfach vor, Sie würden die Sache einem lieben Kollegen oder Freund erzählen.
    Regel 5: Üben Sie den "Baum" und so schnell haut sie nichts aus den Socken, auch kein aufdringliches Fernsehteam.
    Regel 6: Nehmen Sie die ganze Sache ja nicht zu ernst. Auch ein Fernsehauftritt ist letztlich nur ein Job und es gibt weitaus wichtigeres im Leben.
Nun aber genug der Regeln und noch einige Fakten. Fernsehen ist ein hochtechnisierter Bereich. Darum dauert es, bis das Licht gesetzt ist und der Bildausschnitt gefunden. Außerdem kann es durchaus vorkommen, dass Sie nicht nur einige Worte vor laufender Kamera ins Mikrofon sprechen sollen, sondern dass Sie gebeten werden, einige Szenen nachzustellen. Findet das Interview in Ihrem Büro statt, kann es deshalb durchaus sein, dass das Fernsehteam Sie bittet, einen Aktenordner aus dem Regal zu holen, sich damit an den Schreibtisch zu setzen und den Inhalt einiger Klarsichthüllen intensiv zu betrachten. Diese Szenen sind nachher die sogenannten "Antextbilder", die Sie als Interviewpartner vorstellen. Also, nicht die Geduld dabei verlieren, auch wenn Sie die Szene ein paar Mal wiederholen müssen. Zudem kann es sein, dass sich während des Interviews liebend gerne hinter Ihrem Schreibtisch verschanzen möchten, der Kameramann aber zweifelnd mit dem Kopf nickt und dann rückmeldet: "Also, das Licht gefällt mir überhaupt nicht." Dann liegt es nicht an Ihrer Ausstrahlung, wenn das Interview schließlich vor dem Bürogebäude stattfindet. Je kooperativer Sie sind, umso schneller ist der ganze Spuk vorbei. Außerdem können Sie ruhig Vorschläge machen zur Auswahl der "Location", denn Sie kennen die Örtlichkeiten am besten. Vertrauen Sie darauf, ein motiviertes Fernsehteam ist daran interessiert, sie möglichst gut in Szene zu setzen. Wenn die Kamera nun läuft und der Interviewer Ihnen die erste Frage stellt, schauen Sie bitte nicht in die Kamera. Das wirkt nachher, als würden Sie einen Kommentar von sich geben. Tatsächlich aber, sind Sie doch in einer Gesprächssituation. Ihr Gegenüber, also der Interviewer, stellt Ihnen eine Frage und Sie antworten darauf. Und selbst, wenn der Interviewer hinterher nicht im Bild erscheint, so weiß der Zuschauer doch, dass es sich um eine Gesprächssituation handelt und nicht um ein auf die Kamera gerichtetes Redestück. Am besten, also vergessen Sie einfach die Kamera und konzentrieren sich ganz auf Ihr Gegenüber. Denn das Abschweifen des Blickes in die Kamera wirkt eher hilflos, als wirklich an das vermeintliche Publikum gerichtet. Wenn Sie sich unsicher sind, wohin Sie schauen sollen und der Interviewer Sie auch nicht eingewiesen hat, dann fragen Sie ruhig. Schließlich bekommen die Medienschaffenden ihr Gehalt dafür, professionelle Bilder zu bringen. Noch eins zum Schluss: Lassen Sie sich von einem Kamerateam auf keinem Fall zum Statisten machen. Das eine Szene bestimmte Bilder braucht ist normal und auch das manchmal etwas nachgestellt werden muss. Aber alles hat seine Grenzen. Machen Sie nur das, was Ihnen angenehm ist und wobei Sie sich wohlfühlen. Sollte dies nicht der Fall sein, verzichten Sie lieber auf das Interview oder das Portrait. Denn nicht alles, was eine Kamera oder ein Mikrofon mit sich führt, ist deshalb auch schon professionell. Deshalb also, schon bevor die Kamera läuft, cool bleiben und sich die Situation nicht aus der Hand nehmen lassen, auch wenn es dabei "nur?" um ein Firmen- oder Schulungsvideo gehen sollte. Merke: Vergessen Sie die Kamera und konzentrieren Sie sich auf Ihren Gesprächspartner.
Kraft durch Ruhe

Atem-/Stimmtraining

Lächeln am Telefon

Präsentationstraining

PR-Beratung

Interviewtraining

Alkoholismus im Betrieb

Fundraising


Home - Seminare - W.Glitt - Literatur - Kontakt

 


wglitt@gmx.de

Tel.: 0177 / 8 42 03 41